zaterdag 5 juli 2008

Wo zum Teufel ist Pamela?

1. Juli Jim musste früh Morgens ins Spital um sein verletztes Knie zu operieren. Tessa und ich sind vollbepackt mit Surfboard, Boagyboard und Neoprenanzug in Richtung Pacific Beach gefahren und uns dort startklar gemacht für den nächsten Surf. Ich wusste, dass Surfen nur im markierten Strandabschnitt erlaubt ist und habe mich mit meinem Taucheranzug und Board dorthingemacht um in See zu stechen. Nachdem ich etwa 25 Meter vom Beach entfernt war, probierte ich an alte Erfolge im Surfen anzuknüpfen, was sich nach drei Wellen jedoch herausstellte nicht so zu klappen wie ich es mir vorstellte. Nach 5 Minuten vergeblichen probieren, waren die Wellen einfach nicht stark genug mein Board und mich zu erfassen um mich in Richtung Strand zu schiessen. Vom Misserfolg Enttäuscht über mich selber wollte ich wieder zurück an den Beach. Leidergottes musste ich aber dann feststellen, dass ich noch so stark padeln kann, ich doch immer an gleicher Stelle bleibe. Nach etwa 15 Minuten vergebliches Padeln hörte ich wie ein Mann mit roten Badehosen und einer roten Baywatch Boye mir zurufte ich solle nach einer Seite padeln um aus der Rip Crain zu kommen. Da ging mir ein Licht auf und ich realisierte, dass ich mich in einer zum Strand gegengesetzten Strömung befinde :-). Keine zwei Minuten später ist der mutige Mann ins eiskalte Wasser gesprungen und mir zuhilfe geschwommen. Ich befand mich garnicht in Gefahr und fand es alles ein wenig übertrieben, da ich sehr wohl aus eigener Kraft noch 20 Meter nach rechts padeln konnte. Als er mich erreichte habe ich ihn höfflich gefragt ob seine blonde Kollegin heute eigentlich frei hat, worauf er mir nur ein gelangweiltes Lächeln zuwarf und mir seine rote Boye in die Hand drückte. Sekunden Später war ich aus der Gefahrenzone gerettet worden und wiedereinmal hat das Team rund um Mich Bucannon gesiegt und ein Menschenleben gerettet. Es lebe Baywatch und ein auf dem Boden Hamburger essende David Hasselhoff...

Nach dem Surfdebakel haben wir uns aufs Spazieren konzentriert und nach einigen Stunden braunwerden sind wir zurück in die Wohnung gegangen. Jim ist gleich nach uns gekommen mit seinem Freun Jim :-) ist halt ein beliebter Name... So wie Claudio in der Schweiz, jeder Trottel heisst so... Den restlichen Abend haben wir wieder mit Wein besiegelt und mit alten Räubergeschichten versüsst.

2. Juli Auf Jims Empfehlung sind wir mit der Schnorchelausrüstung nach La Jolla Cove gefahren. Leider war das Wetter am Morgen recht bewölkt und das Meer recht stürmisch, so entschieden wir uns nicht schnorcheln zu gehen. Wir hatten jedoch ein anderes Problem zu lösen, unsere Licence Plate. Seit dem 26. Juni fahren wir nämlich nicht mehr ganz legal mit unserem gelben Spider rum da das provisorische Schild abgelaufen ist. Warum wir nicht ganz legal rumfahren ist weil unser lieber St. Petersburg Florida Host es einfach nicht auf die Reihe bringt ein Licence Plate in ein Couvert zu stecken und seinen Arsch zum nächsten Briefkasten zu bewegen. Seit dem 20. Juni bin ich dran ihn täglich erneut zu ermunteren mit Telefonen, SMS und Emails... Ich weiss nicht was mich persönlich mehr stören würde... 2 Min meines Lebens zu opfern als täglich meine Stimme zu hören... janu heute sollte der letzte Anruf sein... Sie hats geschafft, volle Punktezahl für die faulen Amis... (Tipp für alle die einmal nach America kommen, vertraut nicht auf Pünktlichkeit oder Zuverlässigkeit) Janu, die Licence Plate sollte am nächsten Tag ankommen.

Zurück zu La Jolla Cove... Dieses kleine Dörfchen scheint das St. Moritz Californiens zu sein... nicht weil nur reiche Leute rumlaufen, sondern weils eine UBS hat und man aus jeder Strassenecke oder Restaurant Schweizerdeutsch hören kann. Als an unserm Nebentisch zum Mittagessen auch eine Gruppe junger Schweizer sassen erlaubte ich mir sie anzusprechen. Auf die Frage: Seit ihr Schweizer? (ich weiss, es klingt gespielt) Reagierten sie entgegen meiner Erwartung: Ja, wiedereinmal, ihr auch?
Ok, wen ihr das jetzt nicht versteht, ich habs am Anfang auch nicht gerafft. Die Gruppe Schweizer reagierten auf meine Erkenntnis so als wären wir mitten auf dem Rütli während der 1. August Rede. Später stellte sich heraus, dass es in La Jolla eine Sprachschule gibt, welche zu 90% von Eidgenossen besucht wird. Mein frecher Kommentar darauf war: würs mi schi...a...
Fluchtartig haben wir diesen Ort verlassen und uns wieder zurück nach Pacific Beach gemacht, welcher zwar nicht unbedingt nur von Amis aufgesucht wird jedoch mindestens internationaler ist.
Gegen 5 Uhr sind wir nach Hause, wo Jim schon mit leerem Magen auf uns wartete. Wie wir bereits vorher beschlossen sind wir zum Restaurant Subplantations gafahren. Das Restaurant bietet ein All you can eat Salat-Buffet an. Ich habe noch nie so viel Salat gegessen in meinem Leben. Aber ich muss sagen, er war ausserordentlich vielfältig, nahrhaft und megaguat...

3. Juli Wiedereinmal sind wir so früh wie möglich an den Strand gegangen um unsere stählenden Körper zu bräunen. Verglichen mit dem Rest der USA habe ich ein Bodybilder Körper, leider ist dies für die Beaches in San Diego nicht so der Fall :-). Ich denke auch, dass ich in den San Diego Beaches die schönsten Menschen der Welt aufhalten, meines geschmacks... Überall blonde Rüben, Knackige Salate und frisches Gemüse... Zurück mit leerem Magen vom Beach und Vorfreude auf Jims Kochkünste wurden wir von A bis Z verwöhnt und gar nicht enttäuscht. Jims Frend Jim war ebenfalls zu Tisch und als ich eine Nachricht erhalten hatte, dass meine Licence Plate unter einer Fussmatte irgendwo in einem San Diego Stadtteil lag, beschlossen er fährt mich dorthin. Naja, wieso schreibe ich jetzt das er mich dorthin fährt... ich hab ja mein eigenes Auto... jawohl das stimmt... Jims Freund Jim hat jedoch eine Corvette Cabrio... Hehe, damit machts gleich fünfach so viel Spass zum durch San Diego zu cruisen. Jims Freund Jim hat mich zum Licence Plate gefahren und mir anschliessend noch eine Stadtrundfahrt geboten. Creme de la creme... Meine Licence Plate war 497 KNQ... Nach zwei Sekunden überlegen war mir die Abkürzung und Symbolik meines Nummernschildes gleich klar. Dieses Liecence Plate gehört to the King´n´Queen :-) hehe...

Jesus war ein Surfer, Säufer und Sexaholic (Sags nur niemandem)

27. Juni Noch immer in VIP-Stimmung vom Vorabend haben wir uns das letzte mal in den schönen Pool gesetzt und die Sonne Tijuanas genossen. Gegen 4.00 pm haben wir uns von der Mafia-Familie verabschiedet und uns auf den Weg Richtung Grenze gemacht. Die Grenze in Tijuana ist die meist frequentierte Grenze der Welt und Wartezeiten von bis zu 4 Stunden sind keine Ausnahme. Dies hat natürlich für diesen Tag nicht gestummen, unsere Spur ist sehr schnell vorangekommen und innert 20 Minuten waren wir auf US-Boden. An den letzten zwei Grenzübergängen mussten wir Autodurchsuchungen und Befragungen über uns ergehen lassen, wobei dieses mal der Cop nur ein wenig Smalltalk machte. Leider hatten wir noch immer keinen Host für San Diego und beschlossen in das von Benjamin Ginesta empfohlene Banana Bungalow Hostel zu gehen. Leider oder evtl. zum Glück war es bereits ausgebucht und wir mussten weiterziehen. Als wir Abendgegessen hatten kamen wir in ein Gespräch mit ein paar Leuten aus Vegas, welche uns in ihr Haus in Vegas eingeladen hatten. So weit so gut, jedoch hatten wir einige Tage zuvor schlechte Erfahrungen mit solchen Versprechungen und machen uns deswegen nicht viel daraus. In den USA sagen viele sehr viel Zeug an einem Tag und man ist sich nie sicher ob etwas davon stimmt oder nicht. Auf jeden Fall sind wir nach dem Abendessen zum Strand gegangen wo viele junge Leute um Feuerstellen stehen und Party machen. Bei einer Feuerstelle haben wir zwei kennen gelernt welche uns auf ihr Hausboot eingeladen haben. Hehe, wiedereinmal Glück gehabt. Mit einem kleinen Ruderboot sind wir vom Festland zu seinem Hausboot gefahren und dort eine Flasche Wild Turquey gekillt. Gegen Schluss sind wir alle auf dem Boot eingeschlafen und mit einem Piratengefühl am nächsten Tag vom ersten Sonnenschein geweckt worden.

28. Juni Mit den Jungs sind wir nach Ocean Beach gefahren für Lunch. Der Besitzer des Hausboots war ein Crazy Guy und hatte kein einzigen Penny. Leider hat er vor drei Wochen geheiratet, hat bereits seit fünf Jahren ein Kind welches er seit vier Jahren nicht gesehen hat weil er sich versteckt und ist dazu noch Arbeitslos. Trotzdem haben wir ihm nicht sein Essen bezahlt da er dies als selbstverständlich empfunden hatte. Anyway, wir hatten am nächsten Tag ein Host gefunden und waren sehr froh nicht wieder auf dem Schiff schlafen zu müssen. Nachdem wir den Freund des Bootbesitzers zum Flughafen gebracht haben, mussten wir nurnoch unseren Arbeitslosen Vaterschaftsleugner loswerden und wir waren wieder frei... Klingt als hätten wir ihn ausgenutzt, der Angeklakte befindet sich für schuldig...

Gegen 8.00pm haben wir den neuen Host getroffen haben wir noch über Gott und die Welt geredet und herausgefunden, dass dieses ganze Haus von Mitgliedern einer Freikirche bewohnt wird. Die Protestantische Kirche heisst Flood und hat rund 1500 Mitglieder. Keith unser Host hat uns dann geschildert, dass er mit einer Gruppe jede Woche eine fremde Religion besucht um diese besser kennenzulernen. Am nächsten Tag war die Religion der Mormonen an der Reihe. Da Tessa und ich dieses Thema noch recht interessant finden, haben wir beschlossen der Gruppe zu folgen und die Mormonen-Messe sowie eine anschliessende Diskussionsrunde zu besuchen.

29. Früh gegen 8.00am sind wir aufgestanden und haben uns auf den Weg zur Mormonen Kirche gemacht. Während der Fahrt hat Brian uns erklärt was der Grundgedanke dieser Religion ist. Ich versuche nun es bestmöglichst wiederzugeben, und falls unter euch Mormonen sind, Shit happens... Die Mormonen glauben: 600 vor Christus sind weisse genannt Lemonades (keine Ahnung ob es richtig geschrieben ist) über den Antlantik nach Amerika gekommen und haben einen Krieg gegen die schwarzen geführt. Diese Lemonades hatten Goldene Tafeln mit Geboten mit sich genommen und als der letzte Lemontrottel gekillt wurde haben Engel die Tafeln irgendwo im Raum New York versteckt. Im Jahre 1800 hat John Smith eine Vision, worin er das Versteck der Tafeln erfuhr. Nach einiger Zeit hat er die Tafeln übersetzt und eine neue Religion gegründet. Nach der Übersetzung sind Engel gekommen und haben die Tafeln in den Himmel geflogen :-)... (Ich weiss nicht genau wan LSD erfunden wurde, doch es war nicht in den 40ern falls diese Story stimmt) Grundgedanken der Religion sind, eine grosse Familie, Enthaltsamkeit vor der Ehe, Liebe schenken und Auf jeden Fall haben wir die Tortur über uns ergehen lassen und haben am Gottesdienst teilgenommen. Die Mormonen sind ein sehr komisches Völkchen und ich peile nicht ganz wie man so leben kann. Nach dem Gottesdienst wurden wir zu einer Mormonen-Einführungsklasse geschickt und dort von einem menschenähnlichen Wesen unterrichtet. Thema war der Sabbath (Sonntag und seine Heligkeit. Als das 2.5 Meter grosse Monster fragte was man an einem Sonntag macht als normaler Christ konnte ich es mir einfach nicht verkneifen an die Tafel vorzutreten und vor 30 Christen, 10 Mormonen und 5 sonstwas Glaubenden das mir heilige Wort SEX niederzuschreiben. Als ich das scheue Gelächter hinter mir hörte fühlte ich mich gleich wieder 10 Jahre jünger wie damals im Schulhaus in Savognin. Leider kam anschliessend an dieser Lektion heraus, das ebenfalls die Christengemeinde unseres Hosts kein Sex hat vor der Eheschliessung. Als ich dies erfuhr fühlte ich mich stolz sagen zu dürfen, ich war noch nie mit so viel Jungfrauen in einem Raum seit der Sekundarschule. Als wir jedoch gegen Abend in den Gottesdienst der Christengemeinde unseres Hosts eingeladen wurden und dort ca 1400 Leute antrafen war ich mir von diesem Zeitpunkt an sicher, das ich niemals soviele Jungfrauen auf einem Haufen sehen werde. Der Gottesdienst war sehr interessant, da etwa 90 Prozent der Anwesenden zwischen 20 und 30 Jahre alt waren. Die meisten Chicks waren so etwas von Hot das man am liebsten den Sektenführer verbrannt hätte um diesen verfluchten Sexartikel aus seiner Liste zu streichen. Alle Leute die wir antrafen waren überfreundlich und irgendwie wirkten sie als hätten sie alle ein paar Schrauben locker, trotzdem wäre diese Kirche genau nach meinem Mass geschneidert ausser der behinderte Sexartikel...

30. Juni Früh sind wir mit einem Mitbewohner unseres Hosts zum Beach und haben dort die Chance bekommen surfen zu können. Wahrscheinlich werdet ihr es mir nicht glauben, aber surfen ist ein Kindergeburtstag.... nach der Versuchen bin ich auch gleich etwa 10 Meter am Stück gesurft und der berühmte Käfer der dich in dein Hinterteil beisst wen du das erste mal auf dem Surfbrett zu stehen kommst hat mich gebissen. Zurück zuhause haben wir uns mit einem anderen Host auf den Weg nach Water World gemacht. Brian wusste wie man nach Water World kommt, die wichtigsten Shows sieht und dafür keinen Cent zahlt. Das Geheimniss war nicht so gross wie ich es beschreibe und dazu noch recht einfach... Da die Shops in Water World sich im Parkgelände befinden kann man eine Shoppingcard kaufen für 60 Dollar pro Person, ist man jedoch innert einer Stunde mit seinen (Einkäufen) zu Ende so wird einem der volle Kaufpreis zurück erstattet. Hähä, megagail... Es ist jedoch eine Waterworld Tour für fitte Europäer und nichts für fette Amis... da wir nur knapp Zeit hatten mussten wir durch den Park rennen und konnten innert einer Stunde die Shamou Show (Orca Wahle=Free Willi), die Pinguine, die Eisbären (bei 30 Grad Celsius) und die Delphine gesehen.

Zurück von all den lustigen Spektakeln haben wir unsere Sachen gepackt uns verabschiedet und zu unserem neuen Host gefahren. Er ist eigentlich kein richtiger Couchsurfing Host, da wir ihn im Hooters Restaurant kennen gelernt haben und er uns spontan zu sich nach Hause eingeladen hatte. Als wir bei ihm dann auch wirklich auftauchten waren irgendwie beide Parteien überrascht, das sie Wort gehalten hatten. Jim Morris ist ein aussergewöhnlicher Mann mitte fünfziger und lebt alleine in seiner grosszügigen Wohnung mit Blick auf den Beach. Seine Kinder sind bereits ausgezogen und leben ihr eigenes Leben. Er ist ein ehemaliger Navy Militer der während dem kalten Krieg durch die sieben Weltmeere gefahren ist in einem U-Boot und arbeitet heute für CSC, ein führender Unternehmensinformatik Spezialist. Den Abend haben wir mit Bob Marley, die Beatles und einer Flasche Rotwein beendet.

dinsdag 1 juli 2008

Scarface made in Tijuana

23. Juni Nochimmer recht Tod sind wir früh Morgens vom Host geweckt worden und haben den Tag ein bisschen genossen. Easy easy ein paar Runden im Pool ein paar Bierchen und faul in der Sonne liegen. Nach ein paar Stunden haben ein Mitbewohner, ein bekannter aus San Diego und ich beschlossen in die Stadt zu gehen um Dynamit zu kaufen. Genau, Dynamit... eine Stange Dynamit und 29 kleine Megabängers... Zurück im Grundstück mit unserem Einkauf hat der dritte Weltkrieg begonnen. Die Megabängers waren so laut das es die ganze Nachbarschaft hörte im Umkreis von etwa 3-5 Km. Die Stange Dynamit haben wir mit einer brennenden Zigarette Zeitgezündet und zugeschaut aus sicherer Entfernung. Megabooom. Nachdem wir die 29 Megabängers innert 5 Minuten verpulvert hatten, waren die Nachbaren kurz davor den Hauseingang zu stürmen. Gegen Abend sind zwei andere Couchsurfer von Frankreich und Deutschland ins Haus gekommen und wir sind zusammen in ein China-Restaurant gegangen. Unser Host ist eine Art selfmade Millionär, wie und womit er seine Millionen gemacht habe weiss niemand so genau, ehrlich gesagt will ich es garnicht wissen. Auf jeden Fall bezahlt er immer das ganze Essen, holt die ganze Zeit Bier und ist sonst auch noch recht lustig. Zurück nach dem Essen ging die Party so richtig los. Chay der Host ist drauf und dran auf seinem Grundstück ein Club einzurichten. Dafür braucht er natürlich ettliche Lautsprecher, welche er gegen Abend alle auf den Pool gerichtet hat und vollaufgedreht. 6000 Watt mit Beats gefüllt um 11.00 Abends ist ein schöner Nachbarschaftsgruss oder was meint ihr? Dazu hat er seine Lichtmaschinen und Lasershow dazugestellt und die Party richtig zum glühen gebracht. Auf jedenfall Krank.

24. Juni Wieder sind wir früh aufgestanden und mit Chay losgezogen um mehr Lautsprecher zu kaufen. Er hatte sichtlich seinen Spass noch mehr Sound- und Lightsysteme zu kaufen für über 3000 Dollar. Gegen Nachmittag sind ich und Chays Nachbar nach TJ Stadt gelofen und er hat mir das Hurenviertel gezeigt, von Transen über kleine Mädchen bis hin zu den normalen Stripclubs. Wohlgesagt es war gegen 3 Uhr Nachmittags :-) Wieder zurück im Haus haben Chay und alle Mitbewohner entschlossen gegen Abend in TJ die Fetzen fliegen zu lassen. Während wir zuhause am Bierchen trinken waren ist plötzlich ein Freund aufgetaucht welcher einen Gehstock brauchte da sein Bein ein wenig kaputt war. Als ich ihn darauf ansprach was geschehen war, traff mich fast der Schlag. Er war vor zwei Wochen in eine der grössten Schiessereien geraten welche Baja California, Mexico je gesehen hatte. Seine Gäng wurde bei einem Krummen Deal von einer anderen Gäng überrascht. Die Polizei hatte mit der anderen Gäng zusammengearbeitet und wollte seine Gäng Dingfest machen. Er wurde insgesamt 5 mal angeschossen, davon durchbohrte ein Schuss sein Fuss und zerstörte die Mittelfussknochen. Ein anderer Schuss riss ihm eine Fingerkuppe weg und drei andere Schüsse trafen ihn in die Schulter und Oberschänkel. Davon geschockt erfuhren wir danach von Chay seine Schusswunde, vom Mitbewohner seine zwei und vom Nachbarn, der vor zwei Monaten aus seinen 10 Jährigen Ferien entlassen wurde wegen "Tend to Murder" seine Schusswunde. Der Franzose und ich dachten wir sind im falschen Film.

Gegen 11.00 PM sind wir in die erste Stripbar gegangen welche unterste Schublade war. Egal, nach einigen Runden Bier und Tequila, welche der Host alle bezahlt hatte sind wir weitergezogen in den bekanntesten Stripclub in der Stadt. Im Hongkong traff uns wieder einmal der Schlag als nach 5 Minuten, Chays Frende ihn darauf hinwiesen dass seine Freundin hier sei. Als sie zu uns an den Tisch sass bemerkten wir, dass es sich dabei nicht um seine Frau handelte sondern halt seine Freundin :-) mt der er irgendwo in TJ eine Wohnung teilte. Nachdem sich eine Stripperin auf unserem Tisch geräckelt hatte und Tessa ihr prüfend die Brüste geknetet hatte war die Stimmung völlig am Kochen. Nach einem erfüllten Abend sind wir gegen 3pm zurückgekehrt mit einem vollen Sack Erfahrungen die das Leben so mitsich bringt.

26. Juni Bereits genug von unserem schönen Haus mit seinen hoch interessanten Bewohnern hat sich Team Europa auf den Weg nach San Diego gemacht. Mit dem Taxi zur Grenze und dan zu Fuss drüber. Von der US-Seite aus haben wir den Trolley genommen und sind nach Ocean Beach gefahren. Auf dem Weg nach Ocean Beach sind die zwei anderen ausgestiegen da sie etwas abholen mussten. Ocean Beach ist dafür bekannt, crazy Leute am Strand zu haben und alla Baywatch gute Chicks :-)... Nachdem wir schön in der Sonne gebruzelt haben wollten wir zurück, sind dabei jedoch in ein Bio-markt reingeloffen mit versch. leckeren Sachen und amüsanten Gestalten. Gegen 6 Uhr Abends sind wir mit dem Trolley wieder zurück gefahren wobei mir aufgefallen ist, dass viele Leute Baseball-Shirts tragen. Als wir dann am Baseball-Stadion vorbeigefahren sind und ich dan einen alten Knacker fragte ob heute ein Spiel ist, bejate dieser. Kurz darauf erfuhr ich von einem Familienvater, er habe Tickets bekommen für 14 Dollar das Stück. Es seien jedoch nicht gerade gute Tickets, er war jedoch mit 3 Kindern und seiner Frau unterwegs, das erklärt einiges. Kurzentschlossen sind wir ausgestiegen und in Richtung Stadion geloffen, ohne Tickets. Als wir zum Ticketstand laufen wollten, kam uns ein Mann entgegen und winkte uns mit zwei Tickets zu. Genau diesen Mann haben wir gesucht. Er wollte 25 Dollar pro Ticket, was ich natürlich sofort verneinte, da ich wusste das die billigen Tickets 14 Dollar kosteten. Darauf sollte ich ihm meinen Preis vorschlagen und wir einigten uns auf 15 Dollar pro Ticket. Er erklärte mir es seien die Besten Tickets im Stadion und ich nickte nur und dachte, Jaaaaa Jaaaa.... gleich neben den Hooligans.... Als wir jedoch zum VIP Eingang geschickt wurden als wir die Tickets zeigten und wir von einem überfreundlichen Liftpagen zu einer Suite geführt wurden, wurde uns klar, der Typ auf der Strasse hatte uns keinen Scheiss erzählt. Als wir in die Suite kamen waren da voller Leute, etwas fragend schielten die meisten in unsere Richtung und auf einmal kam eine liebevolle Dame zu uns und fragte von welcher Firma wir sind. Ich habe natürlich sofort geschaltet und wusste innert zwei Sekunden wo wir hier reingeraten sind. Als wir ihr mitteilten, dass wir europäer sind hat sie natürlich die Welt nicht mehr verstanden. Als wir zum Schluss erklärten, dass wir die Tickets nicht als Geschenk unseres Arbeitgebers bekommen haben, sie jedoch für 15 Dollar auf der Strasse gekauft hatten, waren die Leute völlig Bafff. Die Dame rief sofort ihren Ehemann, welcher der Eigentümer der Firma war, Bob Kennedy, und wir erklärten ihm die Situation. Gegen Ende fühlte ich mich ein bisschen blöde und ich entschuldigte mich für die Situation. Bob meinte darauf jedoch nur, ich solle mir garkeine Sorgen machen er mag uns und erlaubt uns hier zu bleiben. Darauf wurden wir behandelt wie im Garten Eden, Bier so viel man möchte, Barbecue vom Feinsten, Ice Cream und Salat-Buffet Mexican Style plus eine unvergessliche Einführung von Bob in die Welt des Baseball. Als wir von einem Mitarbeiter auch noch zu sich nach Hause eingeladen wurden in San Diego war der Abend perfekt, da wir noch keine Bleibe für San Diego gefunden hatten. Überglücklich mit dem uns wiederfahrenen Glück sind wir nach dem Game zurück nach TJ gefahren mit dem Trolley. Im Trolley selber haben wir einen Mexi kennengelernt, welcher im Stadion arbeitet und dort Essen ausgibt. Als wir ihm die Story geschildert hatten, konnte er es kaum glauben da eine Suite ansich an einem normalen Spiel um die 4000 Dollar kostet, dazu kommen Getränke und Essen noch dazu. Weiter fügte er hinzu, dass man im Stadion für unsere 15 Dollar geradeeinmal ein Bier 9 für Dollar und ein Wasser für 4.5 Dollar bekommt. Der gleiche Mexi hat mit uns dann noch ein Taxi nach Hause geteilt und dieses auch noch bezahlt. Ich denke ich hätte an diesem Tag besser in Las Vegas sein sollen und mein ganzes Geld auf die 0 setzen, soviel Glück war an diesem Tag in der Luft.

Ralley durch Mexico und die Sonora Wüste

18. Juni Ausgeschlafen sind wir in Richtung Mazatlan gefahren, wobei man durch das berühmte Dorf Tequila fahren muss. Die Umgebung von Tequila ist wirklich atemberaubend, überall Agave Plantaschen in einem hügeligen Gelände. Die Agave Plantaschen sehen etwa so aus wie die Weinreben in Italien. Spät am Abend und nach etwa 500 Km Fahrt sind wir an der Westküste von Mexico angekommen und mussten uns ein Hotel suchen da wir kein Host gefunden hatten. Endlich haben wir ein nettes gutes Restaurant gefunden wo sie leckere Sandwiches servieren und nicht diese Tacos, Enchiladas und die ganze Mexischeisse was mich Krank gemacht hat und sind anschliessend gleich ins Bett.

19. Juni Mazatlan liegt an der Baja California und ist ein Surferparadies. Die Wellen sind etwa 3 bis 6 Meter hoch und es sieht megagail aus surfen zu können. Wir verbrachten den Tab in Mazatlan und sind gegen Nachmittag weiter nach Norden gefahren bis nach Los Mochis. Wir mussten dort anhalten um die Nacht zu schlafen, glücklicherweise hatten wir ein Host und sparten uns somit das Hotel. Es war eine heisse Nacht ohne Klimaanlage jedoch genügte dies für uns vollkommen.

20. Juni Auf und weiter Richtung Norden. Von Los Mochis sind wir nach San Carlos gefahren, ein abgelegenes Fischerdorf wo in den letzten Jahren der Jacht- und Segeltourismus aufblühte.Der Strand ist umgeben von 500 Meter hohen Hügeln, welche man mit dem Auto erreichen kann und somit ein wundervollen Blick auf die kristallklaren Beaches hat. In San Carlos haben wir das Meer genossen und gewartet bis es sich ein wenig abgekühlt hat, da das Wetter nicht gerade für mein Geo geeignet ist. Gegen Abend sind wir in Hermosillo angekommen und im McDonalds auf unseren Host gewartet. Hermosillo ist bekannt als eine der heissesten Städte auf Erden. Es fühlte sich an wie die Hölle auf Erden itself, als wir das Auto verliessen sind wir in den klimatisierten McDonalds gestürtzt und fielen fast in Ohnmacht. Wir waren kurz vor einem Hitzestau und waren froh wie Sau das es klimatisierte Räume gibt. Unser Host Rafael holte uns dan ab und führte uns in sein schönes Haus. Es war bisher das schönste Haus indem wir in Mexico hausiert haben. Rafael besitzt vier Fisch-Tacco Restaurants und hat damit in den letzten 10 Jahren ein Vermögen gemacht. Unser Plan war eigentlich nur eine Nacht bei Rafael zu bleiben und früh Morgens weiterzufahren. Wir entschieden uns jedoch auszuschlafen und Hermosillo zu geniessen.

21. Juni Rafael hat uns zu seinem Restaurant mitgenommen und wir (besser gesagt ich) habe dort zu Mittag gegessen. Es war das erste Tacco-Restaurant das ich in Mexico gesehen habe, welches wahrscheinlich sogar die europäischen Gesundheitsvorschriften erfüllen würde. Es war spitze, die Fischtaccos sind einzigartig und die verschiedenen Saucen passen exactemente zum Essen. Es gibt verschiedene Arten von Taccos, es sind dies normale Fischtaccos oder Pulpo, Krabben, Krebs, Chillifisch und alles ist paniert und wird frittiert serviert. Mega lecker... Nach dem Mittagessen sind wir in ein normales Restaurant gegangen und haben uns das Fussballspiel Holland-Russland angeschaut, leider haben die Russischen Weltraumforscher irgendein unerkennbares Doppingmittel hervorgezaubert und die Russen sind ab wie Rakete und die Holländer mit einem erniedrigenden 3 zu 1 geschlagen. Nach dem Spiel sind wir mit Rafael und seinen Freunden Biertrinken gegangen in 43 Grad Celsius... Klingt spassig ist es auch... Gegen Abend sind wir in Partystimmung zurück in sein klimatisiertes Haus und haben uns schlafen gelegen um früh Morgens weiter nach Norden zu fahren.

22. Juni 3.30 AM sind wir aufgestanden und haben uns auf den Weg nach Norden gemacht. Leider ist uns nach 100 Meilen das Auto überhitzt und wir mussten das Problem lösen. In einer nahegelegenen Werkstatt haben wir den Termostat entfernt und konnten dann wieder weiterfahren. Unser Weg führte uns auf Mexicanischen Strassen durch die Sonora Wüste welche eine der heissesten Wüsten auf Erden ist. Da wir Probleme hatten mit dem Auto beschlossen wir, nicht den Weg durch Nordmexico zu nehmen, sondern weiter nach Norden in die USA zu fahren und über US-Interstates den Weg nach Westen zu finden. Am Grenzübergang in Nogales wurden wir wiedereinmal bis auf die Zähne kontrolliert von der Boarderpatroll. Nach 4 Wochen wieder zurück in der USA sind wir durch Arizona nach Tucson gefahren und haben dort zu Mittag gegessen. Tucson ist nahe an Phoenix und den Grand Canyon jedoch wollten wir nach Tijuana (TJ=TeeJai) und sind weiter nach westen. Leidergottes mussten wir gegen 2.00 PM von Tucson abfahren und die Sonora Wüste in der USA durchqueeren. Ich habe schon viele Dummheiten gemacht aber dies zählt zu einer der Grössten und Dümmsten Blödheiten die ich je gemacht habe. Die Sonora Wüste zu Druchqueren (350Km) mit einem angeschlagenen Auto ohne funktionierender Klimaanlage ist so etwas von Gefährlich das ich mich im Nachhinein für meine Naivität schämen sollte. Während es im Umkreis von zich KM keinen einzigen schattenspendenden Baum gibt und das Termometer auf über 50 Grad Celsius stieg in einem Grill zu sitzen und mti 120 KM/h probieren die Hölle auf Erden so schnell wie möglich zu druchqueeren ist verdammt nochmal nicht einfach. Nach etwa einer Stunde hatte ich Kopfschmerzen von der Hitze und mir war trümlig. Tessa musste mich mit dem geschmolzenen Eiswasser aus unserem Cooler überschütten um meine Temperatur tief zu halten. Gegen 5.00 PM hatten wir es geschafft und waren geschafft. Vor der Grenze zurück nach Mexico haben wir uns im Pizza Hut verpflegt und danach weiter Richtung TJ. Nach über 900 KM Fahrt, einer Wüstendurchfahrt, 15 Liter Trinkwasser, höllischen Kopfschmerzen und 19 Stunden Reise sind wir in TJ angekommen und mussten nun noch unser Host finden. Ein netter Mexi hat sich bereit erklärt uns ins Centrum vorzufahren als wir ihm nach dem Weg fragten. Als wir im neuen Haus des Hosts angekommen waren, dachten wir uns trifft der Schlag. Eine dreistöckige Mansion mit olympischem Pool, Wasserfall inside und lauter crazy People. Uns war dies einmal ziemlich egal da ich fix und fertig war, trotzdem konnte ich es mir nicht entgehen lassen um Mitternacht in den Pool zu steigen.

Wunderschönes Mexico und das troyanische Pferdeessen

11. Juni Nach einer problematischen Nacht mit den einheimischen Mosquittos haben wir uns in die Stadt getraut. Queretero verfügt über eins der ersten Wassersystem in Mexico und damals leitete man das kostbare Nass mit Hilfe von Äquadukten in die Nachbarschaften. Heute ist das Äquadukt immernoch in Betrieb und ist mit seinen ca. 23 Metern Höhe in der Mitte einer Hauptstrasse gelegen und gibt dem Viertel ein unvergesslichen Charme. Queretaro selber ist mehr wie ein Dorf in Italien oder Spanien und wird oft als Filmschauplatz für MexMovies benutzt. Gegen Abend fängt es meistens an zu regnen da wir uns in der Regenzeit befinden.

12. Juni Früh um 8Uhr hat uns unser Host geweckt und zum typisches mexicanischen Frühstück eingeladen: Bohnenaufstrich mit Chillis und Brot und Coca Tee :-) ... Klingt nicht gerade lecker, ist es jedoch auch nur wen es Hausgemacht ist. Nach dem Frühstück mussten wir uns leider von Carlos, dem schwulsten Mexicaner den es gibt, verabschieden. Wir fuhren nach San Miguel Dallende wo wir in einem 2 Stundenaufenthalt ein bisschen Energie getankt haben. San Miguel ist ein schönes kleines Dörfchen, jedoch ist es voll mit Amerikanern. Im Rest von Mexico ist man als Nichtmexicaner meistens immer der Gearschte da Mexis Amis hassen. Nach 2 Wochen Mexico ist man auch dieser Meinung und wen man Amis sieht denkt man auch nur, Scheiss Gringo... Nach einer kleinen Corona Stärkung sind wir weiter nach Guanajuato. Guanajuato ist ein Traum von einem Dorf. Es liegt in einem stillgelegten Bergwerk, umgeben von kleinen Hügeln wo die Einheimischen ihre Hütten hingeknallt haben. Da praktisch alles überbaut ist gibts nur wenig Platz für Autos da es nur kleine Strässchen gibt. Der Hauptverkehr wird jedoch durch die stillgelegten Minenschächte geleitet was ein grossartiges Erlebnis ist. Die gesamte Stadt ist gefüllt mit Bars und Jugendlichen die rund um die Uhr Party machen. Leider haben wir keinen Host in dieser Stadt und mussten uns ein Hostel suchen :-).

13. Juni Pünktlich zum Anpfiff Holland-Frankreich haben wir den Weg ins Stadtgartenrestaurant gefunden. Nach dem ich mir kurz Überblick verschafft habe war mir klar, dass Restaurant war gut gefüllt mit Europäern. Tessa hat einige Landsleute gefunden und hinter uns verbündeten sich drei Franzosen um dem Sportereignis beizuwohnen. Ich vertrat natürliche die typische Schweizer Haltung und verhielt mich Neutral. Es war ein Spitzenmatch und die Franzosen hinter uns fingen fast an zu heulen als das 4 zu 1 geschossen wurde. Tessa und ich hatten unseren Spass. Nach dem Spiel mussten wir weiter nach Guadalajara. Es war ein langer Weg und wir wussten nicht genau wie wir fahren sollen. Dieses Problem haben wir einfach gelöst indem wir ein Autostopper von Gunajuato mitgenommen haben. Der Mexi studierte in Guanajuato und lebte in einer anderen weit entfernten Stadt nahe Guadalajara. Gegen Abend sind wir in Guadalajara angekommen und unser Host Alex hat uns nähe vom Jalisco Stadion abgeholt. Nach einer verdienten Dusche haben wir uns in den GuadalajaraAusgang gestürtzt und versucht die CoronaReserven anzuzapfen. Nach dem Ausgang sind wir in ein StrassenTaco-Stand gegangen und uns dort gestärkt.

14. Juni Nachdem wir schön ausgeschlafen haben bis 12.00 Uhr sind wir an eine Geburtstagsparty gegangen. Barbecue und Getränke for free so viel man möchte. Jeder der schoneinmal an solch einer Party war, ist darin im klaren wie man sich vorher und wie man sich nach 2 Stunden, 4 Stunden und nach 12 Stunden Party fühlt. Als alle Bierreserven, verdammte Kacke das war mega viel, aufgebraucht waren, war jeder etwa in der Stimmung: Egal was gib mir mehr... Die logische Antwort eines Mexicaners auf Bierflaute ist der Durst- und Lebensenergielöscher Tequila. Recht amüsant waren die 5 Mariatschis, welche vom Geburtstagskind angestellt wurden, den Abend mit schrecklicher Mexicanischer Volklorepartymusik zu gestalten. Gegen Mitternacht haben wir uns höfflich verabschiedet und sind in ein Club gegangen um die Party weiterzuführen. Als ich fast an einem Tisch eingeschlafen bin neben einer Gruppe von jungen Mexichicks haben diese mich aufgefordert mit ihnen Salsa zu tanzen und haben mich zu einer Flasche Tequila eingeladen. Das war im Nachhinein ein grosser Fehler und auch gerade das Ende dieser Geschichte :-)

15. Juni Schlechter Tag. Ich bin halbtod aufgestanden und habe nach Wasser gesucht als hätte ich eine Wüste durchqueert. Gegen 3 Uhr PM habe ich mich dazu geringt aufzustehen, bin jedoch nach 2 Min Fernsehen wieder eingepennt. Mir war recht übel, Kopfschmerzen, Durchfall und halt das volle Programm. Alle hatten natürlich gar kein Mitleid mit mir da wir alle dachten es ist ein Hangover. Ich konnte an diesem Tag nichts anstellen und lag nur im Bett.

16. Juni Ich fühle mich immernoch als hätte mich ein 40 Tönner überfahren... Etwas stimmt doch nicht war uns dann klar... Ich habe wieder den halben Tag im Bett verbracht und konnte mich kaum bewegen. Trotzdem haben Tessa und mein Host mich gezwungen Guadalajara anzuschauen, was sich im nachhinein als völlige Scheissidee herausstellte.

17. Juni Immernoch gings mir sehr schlecht und nun war klar, ich hatte etwas gegessen was meinen Magen auf den Kopf gestellt hat und mich halb gekillt. Zum Glück gibts in Mexico billiges Anthibiotica... Gegen Abend gings mir wieder einigermassen gut und somit haben wir uns entschieden, dass wir am nächsten Tag weiterziehen.

woensdag 11 juni 2008

Auf nach Mexico City


6. Juni Nachdem der Regen den Smok aus der Luft geputzt hatte konnte man wieder kristallklar sehen und den Vulkan Popocatepetl mit seinem Puderzucker bestäubten Gipfel betaunen. Weiter gings an diesem Tag zu einer der grössten Städte der Welt ; Mexico City oder wie es hier genannt wird Mexico D. F. (de äffe)... Mit einem eher mulmigen Gefühl aus Respekt, Ehrfurcht und Angst sind wir in diesen 25 Millionen Moloch gefahren und fanden den Abgemachten Ort lediglich mit sich einmal verfahren :-) (was mich und einigen Mexicos zahlreiche Nerven kostete) Wir waren bereits früh am Abholort und unser Host konnte erst um 19.00 Uhr dort sein. Kurzerhand entschlossen wir uns das Businessviertel zu erkundigen, welches wir auf unserer Irrfahrt angetroffen hatten. Kurzerhand haben wir uns entschlossen ins Kino zu gehen und haben uns Indiana Jones 4 angeschaut. Da in diesem Kino nur eine Eingangskontrolle gemacht wird kann man sich nach dem ersten Film easy in einen zweiten Film schleichen ohne etwas zu bezahlen. Mit etwas Glück kann man an einem Tag alle Filme auf einmal anschauen HEHE... Was uns natürlich nicht in den Sinn gekommen wäre...

Als wir schlussendlich unser Host getroffen und unser Zimmer bezogen hatten wurden die ersten Tequila Shots serviert. Mexicanischer Tequilla ist nicht zu vergleichen mit Sierra Tequila (Benzin)... Es gibt drei Stufen Blanco, Reposado und Anejo... Wovon Blanco der weisse Tequila der günstigste ist, Reposado der beliebteste weil Preiswert und geschmacklich hervorragend und Anejo der reifeste und geschmackstarke Tequilla ist, ebenso der teuerste. Auf jeden Fall schmeckts fantastisch und ich liebe Tequilla. Nach einigen Shots kam der kleine Hunger vorbei, klopfte und drückte uns ein Chinarestaurant Flyer in die Hand. Es schmeckte ausserordentlich gut, und für ein Durchschnittspreis zwischen 2-5 Franken pro Gehricht sehr preiswert (wirklich preiswert und nicht billig). Nach dem Abendessen haben wir irgendwo in der Stadt haben einen Ami und eine Mexicanerin getroffen welche versucht haben uns zu einer Party zu fahren... Als wir nach 2 Stunden rumfahren sich verfahren und hin- und herfahren dochnoch zur Party kamen war es als würde man einem Bergsteiger zuoberst auf dem Gipfel ein kaltes Calanda servieren. Tequilla floss im Überfluss und um 5 Uhr Morgens mussten wir die Party verlassen da kein Tropfen mehr übrig war.

7. Juni Mit ordentlichem Schädelbrummen wurden wir von unserem Host pünktlich zum Europameisterschafts-Eröffnungsspiel Schweiz: Tschechischehürensöhne geweckt. Leider musste ich ohne Bier in der Hand ansehen wie meine Mannschaft verlor. Die zweite Partie haben wir uns in einer typischen mexicanischen Cantina angesehen. Ein superschönes Buffet mit zich mexfood Spezialitäten. Aber was mir am meisten gefiel war, dass ich ansehen konnte wie Portugal die Türken besiegten, und dies mit Bier feiern konnte. Den Nachmittag mussten wir uns vom Vorabend erholen weil uns noch der heutige Abend bevorsteht. Klassische Alkoholiker wissen von was ich meine...

Der Ami Ned hat uns und einige Mexis am Abend zu sich eingeladen. Der Abend verlief etwa gleich wie der Vorabend, nur wurden die ersten Flaschen Tequilla bereits um 10.00 PM zur Altglassammlung gestellt. Nach ausgiebigem Völkeraustausch musste ich mich um 6.00 AM von den Anwesenden Gästen verabschieden weil mein Tessa und unser Host wild mit der weissen Flagge am schwingen waren. Ich wäre glaube ich noch bis zu meinem Untergrund in dieser Agaveelixir vernichtenden Umgebung geblieben.

8. Juni Scheiss auf den 8. Juni... Mit einem mulmigen Gefühl bin ich aufgestanden und Tessa musste mich rumschleppen als wäre ich ihr Grossvater. Naja, diese Hangover Tage sind nicht gerade meine Glanztage und ich sprühe auch nicht viel Lebenslust und Tatendrang aus. Trotzdem hat Tessa es geschafft mich in die Metro zu schleppen. Die Metro ist in Mexico City das beste Fortbewegungsmittel und wird täglich von 6 Millionen Mexis benutzt. Für 2 Pesos (20 Rappen) kann man eine Fahrt durch die ganze Stadt machen. Wir haben den Zoccollo Platz besucht mit seiner grossen Kathedrale, Stadthaus und Landesmuseum... Auf dem grossen Platz fand ein Konzert mit südamerikanischen Darbietungen statt welches wir dank Tessa eine Stunde lang beiwohnten. Naja die bolivianischen Panflöten klangen recht langweilig jedoch haben die peruanischen Tanzgruppen für Stimmung und Freude gesorgt. Weiter war es noch lustig als wir in einer Bücherei nach einem Reiseführer für Mexico nachfragten (die nächste Scene war auf GiulianoSpanisch mit Gringolooking) fand der Bücherfritz nach langer Suche ein Exemplar in seinen verstaubten Regalen und bemerkte: Ja, er hat hier ein altes Stück, jedoch ist es auf Deutsch!!! (Wer diesen Abschnitt nicht versteht, sucht den Witz in google) Überglücklich mit unserem neuen Reiseführer sind wir am Abend angekommen und sicherlich noch irgend etwas gemacht... was keine Ahnung habs vergessen... Scheiss Alkohol

9. Juni Voller Tatendrang sind Tessa und ich mit der Metro in die Innenstadt zum Platz Hidalgo. Überall kleine illegale DVD Händler an jeder Strassenecke die dir die neusten Kinofilme für umgerechnet 1 Franken andrehen... Die ganzen Hochhäuser mit ihren glänzenden Fassaden und imposanten höhen liessen uns ins Staunen versetzen. Die Mexis stehen volle Kanne auf Victorinox, praktisch in jedem Dorf gibt es einen Official Dealer (wers glaubt)... Ich habe dann auch gleich einen Kompass mit eingebautem Termometer als Schlüsselanhänger gekauft für 3.50 Franken... Nachher sind wir weiter zur Piazza dellas Artes wo ein sehr schönes Theater mit integriertem Museum und Kunstgallerie steht. Gegenüber liegt ein Stadtpark mit zahlreichen Möglichkeiten schweizer Luxusgüter zu erwerben... Wahrscheinlich liegt der tiefe Preis daran, dass keine Garantieleistungen gegeben werden. Sonst fällt mir bei bestem Willen nicht ein wieso eine Omega 50 Franken kosten kann. Leider hatten wir nur ca. 20 Franken bei uns, sonst würde diese schöne Uhr mein Handgelenk zieren nachdem ich sicher in Zürich am 30. Juli gelandet wäre. Gegenüber des Theaters steht der Torro Sudamerican welcher mit seinen 42 Stockwerken (ungefähr 180 Meter hoch) einen wundervollen Blick über ganz Mexico City verschaft. Hoch über der Stadt wird einem erst bewusst wie weit zerstreut diese Stadt gebaut ist. Und endlich konnte ich Tessas Wunsch ein Photo zu schiessen mit mehr als einem lustigen grünen Käfer-Taxi erfüllen. Zurück vom anstrengendem Sightseeing haben wir uns gleich auf den Weg zu ein paar Poolpartien gemacht und den letzten Abend in Mexico D.F. verbracht.

10. Juni In die Stadt zu finden war dank der vorhandenen Beschreibung recht einfach, jedoch wieder raus zu finden ist eine andere Sache. Nichteinmal unser Host wusste genau wie es funktioniert, ich bin jedoch im Kartenlesen inzwischen sehr gut und wir haben es unter einer Stunde raus aus der Stadt geschafft. Die Autobahnen in Mexico sind privatisiert und kosten verdammt viel, desswegen müssen wir immer die freien Autostrassen nehmen welche durch alle Dörfer und manchmal über Stock und Stein verlaufen. Nach etwa 5 Stunden Fahrt sind wir in malerischen Stadt Queretaro angekommen und seine Sehenswürdigkeiten angeschaut. Im Torta-Stand (vergleichbar mit Kebabstand) haben wir uns verpflegt, es schmeckte uns prächtig und da eine Torta nur Fr. 1.50 bis Fr. 2.30 kostete wars auch noch sehr günstig. Gegen Abend haben wir unseren Host getroffen und es war nach der ersten Millisekunde klar, dass er im Sandkasten lieber mit Puppen gespielt hat als mit Autos. Er ist ein Modedesigner und besitzt ein eigenes Hochzeitsmodegeschäft. Wirklich Funny wurde es als er erfuhr, dass Tessa Holländerin war, weil er 5 Jahre lang mit einer Holländerin in Florenz zusammen gelebt hatte. Während dem wundervollen Abendessen (Carlos hätte Koch werden sollen) wurde Tessa klar, dass sie mit dem Bruder seiner Ex-Freundin zusammen in die Schule ging und diesen auch auf ein paar Photos wiedererkannte. So klein kann die Welt sein.

Natur Pur


4. Juni An einem Regenreichen Tag sind wir von Veracruz abgefahren und ins Ungewisse gefahren. Wir wussten nicht genau was uns im Kern Mexicos erwartet da über verschiedene Gesichter berichtet wurde von unseren letzten Gastgebern. Veracruz liegt auf Meereshöhe und sein Klima ist tropisch. Nach etwa 100 km Fahrt landeinwärts haben wir uns an Mexicos Hochgebirge genähert und unser Storm hat gespürt wie die Strassen kurviger und steiler wurden. Als wir den Aufstieg überwunden hatten mussten wir auch gleich unseren Storm mit frischem Gasolina füllen und an dieser Tankstelle wurde uns klar, dass es mit dem Sandalen- und Shortswetter vorüber sein wird. Der Tankboy (Der Tankboy steht an jeder Mexicanischen Tankstelle Namens Pemex. Pemex ist die staatliche Gasolinera welche auch gleich das Benzinmetropol über ganz Mexico hält... Schlau nicht... Soviel zum Thema Korruption und freie Marktwirtschaft) OK... Der Tankboy hat uns informiert, dass wir uns nun auf 3040 Meter über Meer befinden. Eine beträchtliche Höhe wen man daran denkt, dass das Gebiet Fruchtbar ist und weitaus besiedelt. Nach ein etw 200 km weiter sind wir in der Stadt Puebla von einem Regensturm überrascht worden und dazu gezwungen dort zu übernachten. Eine überaus freundliche Dame aus einem Internetkaffee hat uns dabei geholfen ein Schlafplatz in einem günstigen (verdammtes Loch) Hotel zu finden. An diesem Abend verlor Mexico gegen Argentinien 3 zu 0 ein Fussballspiel und die Stimmung war demnach auch nicht gerade super. Trotzdem Tessa und ich haben uns im Hotelzimmer mit unserem Gaskocher prächtig verpflegt und dochnoch einen trocknen Schlafplatz gefunden.

5. Juni Am Morgen stellte sich dann heraus, dass die Stadt Puebla (liegt etwa 150 km von Mexico Distrito Federal (Mexico City) entfernt) ein kleines Juwell ist. Die Architektur erinnert an Barcelona mit seinen kleinen Gassen und tiefen Häusern und vielen Piazzas und Märkten. In Puebla habe ich mir auch nach einiger Überwindung und ausserordentlicher Verhandlungstaktik für ca. 18 Franken einen Poncho im Mexico Muster gekauft... MEGA GAIL... Nachdem wir den Morgen mit Sightseeing verbracht hatten sind wir am Nachmittag nach Cholula gefahren um dort die grösste Pyramide von Mexico zu besichtigen (klingt schön, ist es aber nicht) Es ist eine Kirche gelegen auf einen aufgeschütteten Hügel... Auf Mexicanisch Pyramide... Zwischen Cholula und Mexico D.F. liegt einer der wohl bekanntesten Berge Mexicos und dieser wäre der Vulkan Popocatepetl, welcher zurzeit aktiv ist. Tessa und ich haben uns entschlossen an seinem Fusse unser Zelt aufzustellen und dort zu übernachten. Unglücklicherweise fing es wieder an zu regnen. Jedoch fanden wir in letzter Minute Unterschlupf in einem Holzschuppen, welcher von einem Nationalpark Angestellten als Schlafplatz benutzt wird. Trotzdem wurde sinkte das Termometer in dieser Nacht auf 3440 M.ü.M unter 0 Grad Celsius und war nicht gerade ein Zuckerschlecken.